Enthaarungscreme

Die als Creme, Lotion oder Schaum angebotenen Enthaarungsprodukte müssen in der Regel nach der Applikation je nach Produkt etwa drei bis zehn Minuten einwirken. Abschließend wird die Creme samt den Haaren mit einem Depilationsspatel entfernt. Die Haarwurzel ist von der Behandlung nicht betroffen und neues Haar wächst wieder nach. Der Vorteil ist die unkomplizierte Handhabe. Nachteile hat die Creme vor allem für die Umwelt, denn nach dem Enthaaren landen die Inhaltsstoffe ins Abwasser und müssen umständlich herausgefiltert werden.

Wirklich gefährlich oder schädlich für den Körper ist diese Art der Enthaarung zwar nicht, sodass selbst Schwangere Enthaarungscremes benutzen können – aber eben auch nicht gesund. Denn in den Cremes steckt eine Menge Chemie: Die enthaltenen alkalischen Wirkstoffe sind meist Natriumhydroxid, auch bekannt als Natronlauge oder Ätznatron, und Thioglycolsäure oder Thiomilchsäure. Duftstoffe dienen der Überdeckung des oft als unangenehm empfundenen Geruchs. Und auch wenn die Creme an der Hautoberfläche bleiben soll, wird sie zu großen Teilen auch vom Körper aufgenommen. Weiterhin kann es auch zu Hautunverträglichkeiten kommen, so dass ein vorangehender Test auf einer kleinen Stelle Haut empfohlen wird. Das ist aber kein Garant für eine gute Verträglichkeit, obwohl diese in den letzten Jahren besser geworden ist. Ein Schleimhautkontakt sollte unter allen Umständen vermieden werden. Zur Schamhaarentfernung und zur Anwendung im Gesicht ist die Creme aus diesen Gründen nicht oder nur mit großer Vorsicht zu benutzen, da hier allergische Reaktionen oder Hautirritationen möglich sind.

Einen Überblick über die besten Enthaarungscremes für Männer und Frauen geben aktuelle Testberichte wie etwa von dem (Online-)Magazin Stern. (https://www.stern.de/vergleich/enthaarungscreme/)